BIOGRAPHIE
geboren in Lüchow-Dannenberg
Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaften und Sprachpsychologie an der Universität Hamburg, Magister artium.
Volontariat und Gründung des überregionalen Feuilletons der Elbe-Jeetzel-Zeitung. Zahlreiche Rezensionen, Essays und Rundfunksendungen, u.a. für DS-Kultur/Deutschlandfunk Autor der Sendereihen "Wege der Neuen Klaviermusik" und "Neue Musik und Bildende Kunst".
seit 1991: Bühnenautor, Regisseur und Bühnenbildner
Erste Erfolge als Theaterautor 1991 an der Alten Oper Frankfurt.
Danach Theaterstücke und Libretti, u.a. für die Deutsche Oper Berlin und das Schloßtheater Rheinsberg. "Kronprinz Friedrich", Musik von Siegfried Matthus, ist eine der am häufigsten gespielten deutschen Kammeropern der vergangenen Jahre. Durch Götz Friedrich zu ersten Regiearbeiten ermutigt, nimmt die Musiktheaterregie seit 1994 einen kontinuierlich immer gewichtigeren Raum ein. Seit 2001 auch eigene Bühnenbilder.
seit 1993: Dramaturg des Festivals styriarte
Dramaturgisch-philosophische Konzeption des Grazer Sommerfestivals mit Nikolaus Harnoncourt, das heute in der ersten Reihe der europäischen Festivals steht.
seit 1995: Ausstellungsleitung und Vermittlungskonzepte
Nach der Leitung der Symposien "A.R. Penck, Lücke TPT" für die Albertina Dresden, das Kunstmuseum Basel und das Städelmuseum Frankfurt verstärkte Arbeit in der Leitung und Konzeption von Ausstellungen Bildender Kunst; Großausstellungen mit über 100.000 Besuchern.
Kunsthistorische Publikationen mit dem Österreichischen Staatspreis Buchkunst und der Silbermedaille "Schönste Bücher der Welt" prämiert.
Kulturkonzepte für Städte und Regionen, u.a. Graz 2003, Kulturhauptstadt Europas.
1999 - 2001: Intendant der Brandenburger Theater GmbH
Zwei Spielzeiten lang Leitung des Brandenburger Theaters in einer kritischen Phase. Revision der Struktur, Einführung einer GmbH, Abwendung der Insolvenz, Vorlage einer ausgeglichenen Bilanz und deutliche Steigerung der Besucherzahlen. Internationale Beachtung durch die Uraufführungen von Mishimas Mein Freund Hitler und Hans Wallows Bundestagsdrama Glatzer.
2003 - 2004: Intendant der Bewerbung Augsburgs zur Kulturhauptstadt Europas
Konzeption und Leitung der Bewerbung der Stadt Augsburg um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2010. Vielfach prämierte und ausgezeichnete Bewerbung, deren Durchsetzung politisch an der bayerischen Staatsregierung scheiterte, in der Stadtgesellschaft selbst jedoch als Kulturentwicklungsplan verfolgt und weiterentwickelt wurde. U.a. durch das Festjahr Pax 2005.
seit 2003: Dramaturg des Festivals Psalm
Dramaturgisch-philosophische Konzeption des Grazer Osterfestivals, das im Kulturhauptstadtjahr 2003 erstmalig stattfand und als eine der wenigen Innovationen nachhaltig wirkt und bis heute als interkulturelles Festival mit Musik der Religionen fortgeführt wird.
2004 - 2005: Intendant des Festivals Pax 2005
Konzeption und Leitung eines Festjahres zur Erinnerung an das 450jährige Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens. Internationales Festival mit Großausstellung, Theater-, Musik- und Kunstaktionen, Symposien etc. Insgesamt über 700 Veranstaltungen mit aktiver Bürgerbeteiligung, sehr kontrovers politisch diskutiert (ein dezidiert "rot-grünes" Projekt im bayerischen Augsburg). Entgegen einigen Verunglimpfungen in Netblogs mit komplett ausgeglichenem Haushalt bei außerordentlich hohem Anteil an Sponsorengeldern erfolgreich abgeschlossen und von einer unabhängigen Kommission evaluiert und zertifiziert.